Sprunggelenksarthrose:
Behandlung im Überblick

Sprunggelenksarthrose: Behandlung im Überblick Arthrose im Sprunggelenk: Behandlung sollte frühzeitig eingeleitet werden.

Die Therapiemaßnahmen bei Arthrose im Sprunggelenk haben zum Ziel, die Schmerzen zu lindern und die Gelenkbeweglichkeit zu verbessern. Grundsätzlich ist ein frühzeitiger Behandlungsbeginn wichtig, um dem Fortschreiten der Erkrankung entgegenzuwirken und mögliche Folgeschäden zu vermeiden.

Sprunggelenksarthrose: Behandlung durch konservative Maßnahmen

Im Rahmen der Behandlung der Arthrose im Sprunggelenk werden meist verschiedene konservative (nicht-chirurgische) Therapiebausteine kombiniert.

  • Allgemeine Maßnahmen
    • Gewichtsreduktion bei Übergewicht (zur Entlastung des Sprunggelenks)
    • Vermeidung einer Überbelastung (z. B. Sprung- und Stauchungsbelastungen, Stop- and-Go-Bewegungen) des Sprunggelenks
  • Pharmakologische Behandlung
    • Hilfe aus der Apotheke:
    • NSAR (Nicht-steroidale Antirheumatika): Schmerz- und entzündungshemmende Medikamente (zum Beispiel Schmerzgel mit Diclofenac oder Ibuprofen)
    • Analgetika wie Paracetamol (rein schmerzlindernde Wirkung, keine entzündungshemmende Komponente)
    • Knorpelschützende Substanzen (Chondroprotektiva) wie z. B. Glucosamin
    • Hilfe beim Arzt:
    • Intraartikuläre Behandlung (Präparate zur Injektion ins Hüftgelenk): z. B. Polynukleotid-Gele und Hyaluronsäure
  • Physiotherapie
    • Krankengymnastik: z. B. Muskel- und Bewegungsübungen, Gangschulung.
    • Weitere Maßnahmen: z. B. Kälteanwendungen bei aktivierter Arthrose (Entzündung im Gelenk), Wärmeanwendungen im chronischen Stadium, Elektrotherapie
  • Orthopädische Maßnahmen
    • Hilfsmittel wie z. B. Orthesen oder Bandagen zur Entlastung und Stabilisierung des Sprunggelenks, Verwendung von Gehhilfen (kann die Belastung des oberen Sprunggelenks um bis zu 50 Prozent reduzieren).
    • Schuhmodifikationen (z. B. hoch geschlossene Schuhe mit Abrollhilfe und weicher, dicker Sohle)

Sprunggelenksarthrose: Behandlung durch chirurgische Maßnahmen

Reichen die konservativen Therapiemaßnahmen nicht aus, um die Beschwerden ausreichend zu lindern, können chirurgische Eingriffe erforderlich sein. Grundsätzlich unterscheidet man:

  • Gelenkerhaltende Eingriffe: z. B. Entfernung von Osteophyten (Knochenauswachsungen, die die Gelenkfunktion stören können, Korrektur von Fehlstellungen).
  • Gelenkversteifende Eingriffe: Versteifung des Sprunggelenks bei fortgeschrittener Arthrose zur Wiederherstellung der schmerzfreien Belastbarkeit.
  • Gelenkersetzende Eingriffe: Künstlicher Gelenkersatz bei fortgeschrittener Arthrose.

Gut zu wissen: Betroffene sollten darauf achten, das Sprunggelenk so gut wie möglich vor Überbelastungen zu schützen. Lesen Sie dazu auch unsere hilfreichen Tipps bei Sprunggelenksarthrose

Quellen:
W. Hönle, D. Jezussek, A. Schuh. Therapeutische Optionen für arthrotische Sprunggelenke. MMW-Fortschr. Med. Nr. 10/2008 (150 Jg.)
A.Barg, E. Simon, J.Paul, G. Pagensert, V. Valderrabano. Management der Sprunggelenksarthrose. Orthopädie & Rheuma 2013; 16 (1).
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