Schulterarthrose: Überblick

Schulterarthrose: Überblick Omarthrose – so lautet der Fachbegriff für den Gelenkverschleiß im Schultergelenk.

Als Schulterarthrose (Omarthrose) wird der chronische Gelenkverschleiß im Schultergelenk bezeichnet. Im Anfangsstadium treten nur gelegentlich Beschwerden auf. Mit der Zeit nehmen die Schmerzen zu und die Beweglichkeit der Schulter wird ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Je früher die Behandlung einer Schultergelenksarthrose beginnt, desto besser lassen sich die Beschwerden und der Gelenkverschleiß kontrollieren.

Schultergelenksarthrose (Omarthrose): Definition & Häufigkeit

In der medizinischen Fachsprache wird die Schulterarthrose als Omarthrose bezeichnet. Darunter versteht man eine fortschreitende Verschleißerscheinung des Schultergelenks, die durch einen zunehmenden Knorpel- und Knochenabrieb gekennzeichnet ist. Die Schulterarthrose wird relativ selten diagnostiziert: So macht sie ungefähr einen Anteil von ca. 1 bis 2 Prozent an allen Arthrose-Formen aus.1 Dennoch kommen arthrotische Veränderungen im Schultergelenk vor allem im höheren Lebensalter häufiger vor. Symptome wie z. B. Schmerzen und Einschränkungen der Gelenkbeweglichkeit stellen sich allmählich ein und nehmen mit der Zeit zu. Liegt eine sogenannte aktivierte (entzündliche) Arthrose im Schultergelenk vor, kann es auch zu Schwellungen und einer Überwärmung des Gelenks kommen.

Hintergrundwissen: Aufbau und Funktion des Schultergelenks

Im Vergleich zu den gewichttragenden Gelenken (Knie, Hüfte) ist das Schultergelenk im Alltag einer deutlich geringeren Belastung ausgesetzt. Dennoch kommt es häufig zu Verletzungen und verschleißbedingten Veränderungen.

Das Hauptgelenk der Schulter (Glenohumeralgelenk) ist ein typisches Kugelgelenk und verbindet das Schulterblatt (2, Scapula) mit dem Oberarmknochen (5, Humerus). Dabei umfasst die Schultergelenkpfanne (4, Glenoid), bei der es sich um eine Vertiefung im Schulterblatt handelt, einen Teil des Oberarmkopfes. Das Schultereckgelenk stellt die gelenkige Verbindung zwischen dem Schlüsselbein (1, Calvicula) und dem Schulterblatt (2, Scapula) dar. Das Schultergelenk ist sehr beweglich und ermöglicht einen enormen Bewegungsumfang. Die Führung und Stabilisierung des Schultergelenks ist daher besonders wichtig. Sie wird insbesondere durch eine Muskelgruppe gewährleistet, die als Rotatorenmanschette bezeichnet wird.2,3

Schulterarthrose Gelenk
Gut zu wissen: Arthrose ist durch einen Knorpel- und Knochenabrieb an den Gelenkflächen gekennzeichnet. Schmerzen, Entzündungen und Bewegungsbeeinträchtigungen sind die Folge.

Diagnose Schulterarthrose (Omarthrose) und jetzt?

Bis heute ist eine ursächliche Therapie und damit eine Heilung der Arthrose nicht möglich. Allerdings spielen eine frühe Diagnose und ein rascher Behandlungsbeginn eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, die Symptome und das Fortschreiten der Erkrankung möglichst gut unter Kontrolle zu bekommen. Im Rahmen der Behandlung werden in der Regel verschiedene Therapiebausteine wie z. B. Krankengymnastik und der Einsatz von speziellen Medikamenten kombiniert.

Erfahren Sie mehr über moderne Therapieansätze bei Arthrose

Quellen:
1 J. Rohde. Die Gelenkschule gelenkgerechtes Verhalten im Alltag für alle Extremitätengelenke. Manuelle Medizin 2003: 41:189-198.
2 J. Kircher. Die Omarthrose: Einteilung, Morphologie, und Diagnostik. Obere Extremität 2012: 7:91-99.
3 Anatomie und Physiologie. Weiße Reihe. 9. Auflage, 2013. Urban & Fischer. Elsevier GmbH, München.
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